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Beratung für Corona-Härtefälle

Unternehmerinnen und Unternehmer, die aufgrund ihrer schwierigen Lage nicht mehr weiterwissen oder an ihre Belastungsgrenze gestossen sind, können fachliche Unterstützung und Rat bei der Beratungsstelle der Wirtschaft einholen. Betroffene Mitglieder der Dachorganisationen der Wirtschaft (BGV, HKGR, HSGR) können sich unter Angabe ihrer Telefonnummer und dem Betrieb unter beratung@kgv-gr.ch melden. Der Kontakt wird schnellstmöglich hergestellt und selbstverständlich werden alle Angaben vertraulich behandelt. Weitere Informationen.

Bündner Marktplatz

Informationen zu Corona für Unternehmen

Der Bündner Gewerbeverband hat die wichtigsten Informationen zum Thema Corona, insbesondere zu den wirtschaftlichen Unterstützungsmassnahmen zusammengestellt.

Übersicht finanzielle Unterstützung

Härtefallprogramm

Der Kanton Graubünden unterstützt Unternehmen mit mehr als 40% Umsatzrückgang im Jahr 2020 oder solche, die für über 40 Tage behördlich schliessen mussten in Form von nicht rückzahlbaren Beiträgen. Dafür werden von Bund und Kanton 39 Mio. CHF zur Verfügung gestellt. Gesuche können bis Ende April 2021 beim Kanton eingereicht werden. Der Kanton hat keine weiteren Kriterien zu den Vorgaben des Bundes aufgenommen.

Damit die Gesuche rasch geprüft werden können, müssen die Unternehmen alle erforderlichen Unterlagen einreichen und die benötigten Angaben machen. Der Kanton hat eine rasche Bearbeitung zugesichert, so dass zu erwarten ist, dass erste Gelder bereits im Januar ausbezahlt werden. Die schnelle Auszahlung der Beiträge hängt von der Vollständigkeit der Gesuche ab. Weitere Informationen:

Anpassungen aufgrund des Entscheids des Bundesrats vom 13.01.2021

  • Betriebe, die seit dem 1. November 2020 insgesamt während mindestens 40 Kalendertagen behördlich geschlossen werden, können neu ohne Nachweis eines Umsatzrückgangs ein Gesuch für finanzielle Unterstützung einreichen. Der Anspruch beginnt ab Beginn der Schliessung. Was für Betriebe gilt, die teilgeschlossen sind, ist zur Zeit noch offen.
  • Es können auch im Jahr 2021 erfolgte Umsatzrückgänge geltend gemacht werden. Zudem können anstatt Kalenderjahre auch die letzten 12 Monate geltend gemacht werden.
  • Die Obergrenzen für nicht rückzahlbare Beiträge werden auf 20 Prozent des Umsatzes bzw. 750'000 Franken je Unternehmen erhöht.
  • Weiter sind einige administrative Hürden bei der Eingabe der Gesuche abgeschafft worden.

Umsetzung des Härtefallprogramms im Kanton Graubünden

Die Eckwerte der Umsetzung des Härtefallprogramms im Kanton Graubünden sind die folgenden:

  • Der Kanton Graubünden entschädigt alle Härtefälle mit einem Betrag von 50% des Fixkostenanteils beim Umsatzrückgang.
  • Das einzige Zusatzkriterium im Vergleich zum Bund ist, dass bei behördlich geschlossenen Betrieben eine Umsatzrückgangsgrenze von 15% gilt.
  • Die Betriebe, die Anspruch auf die Härtefallentschädigungen haben, haben auch rückwirkend Anspruch. Die Gesuche können bis Ende Juni 2021 eingereicht werden, unabhängig davon, wann die Betriebe behördlich geschlossen wurden.
  • Für Betriebe, die nicht geschlossen oder teilgeschlossen sind gelten spezifische Bestimmungen, welche im Factsheet erläutert sind.
  • Informationen für den Detailhandel (von der behördlichen Schliessung ab 18. Januar 2021 betroffen) folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Daher sollen Unternehmen aus dem Detailhandel (ausser bei mehr als 40% Umsatzverlust) noch keine Gesuche einreichen.
  • Es wird derzeit die Phase bis Februar 2021 bei der Berechnung der Entschädigungen berücksichtigt, auch wenn die Gesuche bereits jetzt und mit der Vergleichsperiode 2020 eingereicht werden.

Diese neuen Regelungen zur finanziellen Unterstützung werden vom Kanton Graubünden in den nächsten Tagen umgesetzt. Eine anschauliche Grafik zu den Neuerungen der Härtefallverordnung finden Sie in hier. Die detaillierten Erläuterungen sind online einsehbar. Bund und Kanton prüfen zurzeit weitere finanzielle Unterstützungsmassnahmen.

Kurzarbeitsentschädigungen und Erwerbsausfallentschädigung

Aktuell stehen die Kurzarbeitsentschädigungen und Erwerbsausfallentschädigung im Zentrum der Unterstützungsmassnahmen für Unternehmen. Anspruchsberechtigt sind alle Angestellte und Selbständigerwerbende, deren Arbeitsausfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Der Zusammenhang kann direkt auf behördliche Massnahmen (Schliessung) zurückzuführen sein oder aufgrund von wirtschaftlichen Gründen (weniger Kunden infolge behördlicher Massnahmen oder Infizierungsängsten) erfolgen.

Kurzarbeitsentschädigungen

Informationen zur Anmeldung und Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung sind auf der Webseite des Kantons zu finden. Informative FAQs sind auf der Webseite arbeit.swiss zu finden. Die Auszahlung der Kurzarbeit verzögert sich zurzeit leicht, weil es viele Änderungen in den Bestimmungen gegeben hat und deutlich mehr Personen in Kurzarbeit sind. Vorschüsse sind mit einer Anfrage über die Arbeitslosenkasse möglich.

Die Ausnahmen bei der KAE im Vergleich zum ordentlichen Verfahren sind:

  • Vereinfachte Verfahren (Voranmeldung& Abrechnung) (01.09.20-31.03.21)
  • KAE-Anspruch für Personen auf Abruf in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis (01.09.20-30.06.21) ) sofern sie seit mindestens 6 Monaten im selben Betrieb gearbeitet haben
  • KAE-Anspruch für Berufsbildner/-innen (01.09.20-31.12.22)
  • Erhöhter KAE-Anspruch für Geringverdienende (01.12.20-31.03.21)
  • Aufhebung der Karenzfrist (01.09.20-31.03.21)
  • Aufhebung maximale Bezugsdauer bei mehr als 85% Arbeitsausfall (01.03.20-31.03.21)
  • KAE-Anspruch für Lernende (01.01.21-30.06.21)
  • KAE-Anspruch für Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen (01.01.21-30.06.21)

Erwerbsausfallentschädigung

Informationen zur Anmeldung der Erwerbsausfallentschädigung können bei der eigenen Ausgleichskasse (Bsp. AKGHI) gefunden werden. Die Erwerbsausfallentschädigung betrifft Arbeitsausfälle von Selbständigerwerbenden, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, Personen in Quarantäne bei behördlicher Anweisung sowie Betreuung der Kinder. Informative FAQs sind in diesem Merkblatt zu finden.

  • Anspruch besteht, wenn Sie Ihre Tätigkeit auf Anordnung der Behörden einstellen mussten. Bei einer Betriebsschliessung besteht der Anspruch für die Dauer der Schliessung.
  • Die massgebliche Einschränkung ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens 40 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Die Betroffenen müssen die Umsatzeinbusse deklarieren und begründen, wie sie auf Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist.
  • Anspruch besteht, aufgrund einer behördlich angeordneten Schliessung einer Betreuungseinrichtung (Schule, Kindergarten, Kindertagesstätte) oder bei ärztlich angeordneter Quarantäne der Betreuungsperson.
  • Anspruch infolge Quarantäne richtet sich an Personen, die nicht selber am Virus erkrankt sind, aber aufgrund von Kontakt mit einer positiv getesteten Person respektive einem Verdachtsfall in Quarantäne sind.

Vergangene Unterstützungsmassnahmen

Folgende Unterstützungsmassnahmen stehen nicht mehr zur Verfügung: COVID-19-Überbrückungskredite des Bundes, Kantonale Solidarbürgschaften, Solidarbürgschaften für Startups sowie der Härtefallfond.