KGV-GR Logo

Informationen zu Corona für Unternehmen

Wirtschaftlichen Unterstützungsmassnahmen:

Offene Restaurants für Arbeiter:

Gründe für Betriebstestungen:

  • Gesundheitsschutz
  • Quarantäneerleichterung
  • "Testen" statt "Schliessen" zum Durchbruch verhelfen
  • Testungen sind kostenlos

Wichtige Links:

Kontaktstelle Kanton

 

Beratung für Corona-Härtefälle

Unternehmerinnen und Unternehmer, die aufgrund ihrer schwierigen Lage nicht mehr weiterwissen oder an ihre Belastungsgrenze gestossen sind, können fachliche Unterstützung und Rat bei der Beratungsstelle der Wirtschaft einholen. Betroffene Mitglieder der Dachorganisationen der Wirtschaft (BGV, HKGR, HSGR) können sich unter Angabe ihrer Telefonnummer und dem Betrieb unter beratung@kgv-gr.ch melden. Der Kontakt wird schnellstmöglich hergestellt und selbstverständlich werden alle Angaben vertraulich behandelt. Weitere Informationen.


Finanzielle Unterstützung für Treuhand-Dienstleistungen: Um Kleinbetriebe im Berggebiet finanziell zu entlasten übernimmt die Schweizer Berghilfe einen Teil der angefallenen ausserordentlichen Treuhandkosten aufgrund der coronabedingten Lage. Weitere Informationen.

Übersicht finanzielle Unterstützung

Übersicht Unterstützungsmassnahmen

Härtefallprogramm

Der Kanton Graubünden unterstützt Unternehmen mit mehr als 40% Umsatzrückgang im Jahr 2020 oder solche, die für über 40 Tage behördlich vollständig oder teilweise schliessen mussten in Form von nicht rückzahlbaren Beiträgen. Gesuche können bis Ende Juni 2021 beim Kanton eingereicht werden. Der Kanton hat keine weiteren Kriterien zu den Vorgaben des Bundes aufgenommen.

Welches Unternehmen bekommt welche Unterstützung?

Damit die Gesuche rasch geprüft werden können, müssen die Unternehmen alle erforderlichen Unterlagen einreichen und die benötigten Angaben machen. Der Kanton hat eine rasche Bearbeitung zugesichert, so dass zu erwarten ist, dass erste Gelder bereits im Januar ausbezahlt werden. Die schnelle Auszahlung der Beiträge hängt von der Vollständigkeit der Gesuche ab. Weitere Informationen:

Umsetzung des Härtefallprogramms im Kanton Graubünden

Die Eckwerte der Umsetzung des Härtefallprogramms im Kanton Graubünden sind die folgenden:

  • Der Kanton Graubünden entschädigt alle Härtefälle mit einem Betrag von 75% des Fixkostenanteils beim Umsatzrückgang.
  • Das einzige Zusatzkriterium im Vergleich zum Bund ist, dass bei behördlich geschlossenen Betrieben eine Umsatzrückgangsgrenze von 15% gilt.
  • Die Betriebe, die Anspruch auf die Härtefallentschädigungen haben, haben auch rückwirkend Anspruch. Die Gesuche können bis Ende Juni 2021 eingereicht werden, unabhängig davon, wann die Betriebe behördlich geschlossen wurden.
  • Falls bis zu 70% des Betriebs behördlich geschlossen ist bzw. der Anteil der verkauften Waren oder erbrachten Dienstleistungen behördlich verboten ist, gilt der gesamte Betrieb als behördlich geschlossen (Wesentlichkeitsprinzip). Ansonsten müssen Gesuche für einzelne Sparten eingereicht werden.
  • Durch die Möglichkeit von Spartenabrechnungen können die Kriterien (Umsatzrückgang von min. 40%, oder bei geschlossen/teilgeschlossen Umsatzrückgang 15%) auch nur für einzelne Bereiche eines Betriebs (Hotelrestaurant, Detailhandel mit Einschränkungen, Bäckereibistro etc.) angewandt werden.

 Für Betriebe aus dem Detailhandel hat der Kanton folgendermassen informiert:

  • Im Detailhandel ist bei der Ermittlung des Umsatzverlusts die Phase von 1. März 2020 bis 28. Februar 2021 einzureichen.
  • Der Fixkostenanteil am Umsatzrückgang wird pro Betrieb individuell berechnet.
  • Für die Gesucheinreichung muss aufgrund eines Wechsels der IT-Lösung für die schnellere Abwicklung der Gesuche und der Zahlungen bis ca. zum 10. März zugewartet werden. Bis dahin wird dem Detailhandel empfohlen, die Unterlagen zum Nachweis des Umsatzverlusts der Phase 1. März 2020 bis 28. Februar 2021 vorzubereiten.
  • Informationen für den Detailhandel (von der behördlichen Schliessung ab 18. Januar 2021 betroffen) folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Daher sollen Unternehmen aus dem Detailhandel (ausser bei mehr als 40% Umsatzverlust) noch keine Gesuche einreichen.

Kurzarbeitsentschädigungen und Erwerbsausfallentschädigung

Aktuell stehen die Kurzarbeitsentschädigungen und Erwerbsausfallentschädigung im Zentrum der Unterstützungsmassnahmen für Unternehmen. Anspruchsberechtigt sind alle Angestellte und Selbständigerwerbende, deren Arbeitsausfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Der Zusammenhang kann direkt auf behördliche Massnahmen (Schliessung) zurückzuführen sein oder aufgrund von wirtschaftlichen Gründen (weniger Kunden infolge behördlicher Massnahmen oder Infizierungsängsten) erfolgen.

Kurzarbeitsentschädigungen

Informationen zur Anmeldung und Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung sind auf der Webseite des Kantons zu finden. Informative FAQs sind auf der Webseite arbeit.swiss zu finden. Die Auszahlung der Kurzarbeit verzögert sich zurzeit leicht, weil es viele Änderungen in den Bestimmungen gegeben hat und deutlich mehr Personen in Kurzarbeit sind. Vorschüsse sind mit einer Anfrage über die Arbeitslosenkasse möglich.

Die Ausnahmen bei der KAE im Vergleich zum ordentlichen Verfahren sind:

  • Vereinfachte Verfahren (Voranmeldung und Abrechnung) (01.09.20-30.06.21)
  • KAE-Anspruch für Personen auf Abruf in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis (01.09.20-30.06.21) ) sofern sie seit mindestens 6 Monaten im selben Betrieb gearbeitet haben
  • KAE-Anspruch für Berufsbildner/-innen (01.09.20-31.12.22)
  • Erhöhter KAE-Anspruch für Geringverdienende (01.12.20-30.06.21)
  • Aufhebung der Karenzfrist (01.03.20-30.06.21)
  • Aufhebung maximale Bezugsdauer bei mehr als 85% Arbeitsausfall (01.03.20-31.03.21)
  • KAE-Anspruch für Lernende (01.01.21-30.06.21)
  • KAE-Anspruch für Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen (01.01.21-30.06.21)

Folgende Regelungen gelten rückwirkend, so dass verpasste Fristen wieder nachgeholt werden können. Achtung: Diese Regelungen gelten nur bis 30. April 2021.

  • Aufhebung der Voranmeldefrist per 1. September 2020: Betriebe, welche ab 1. September 2020 aufgrund einer Voranmeldefrist Kurzarbeit nicht ab dem gewünschten Datum erhielten, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt, können beantragen, dass die Karenzfrist rückwirkend aufgehoben wird.
  • Rückverschieben des Beginns der Bewilligung aufgrund behördlicher Massnahmen: Betriebe, welche von der Schliessung vom 22. Dezember 2020 bzw.18. Januar 2021 betroffen sind und Kurzarbeit ab einem späteren Termin oder noch gar nicht bewilligt erhalten haben, können rückwirkend eine Bewilligung ab 22. Dezember 2020 bzw. 18. Januar 2021 beantragen.
  • Rückwirkende Verlängerung der Bewilligungsdauer: Betriebe, welche ab 1. September 2020 Kurzarbeitsentschädigung bewilligt hatten und es versäumten, die Bewilligung verlängern zu lassen, können neu beantragen, dass die alte Bewilligung auf sechs Monate verlängert wird.

Das Formular für alle rückwirkenden Anträge finden Sie im Anhang hier (www.arbeit.swiss).

Erwerbsausfallentschädigung

Informationen zur Anmeldung der Erwerbsausfallentschädigung können bei der eigenen Ausgleichskasse (Bsp. AKGHI) gefunden werden. Die Erwerbsausfallentschädigung betrifft Arbeitsausfälle von Selbständigerwerbenden, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, Personen in Quarantäne bei behördlicher Anweisung sowie Betreuung der Kinder. Informative FAQs sind in diesem Merkblatt zu finden.

  • Anspruch besteht, wenn Sie Ihre Tätigkeit auf Anordnung der Behörden einstellen mussten. Bei einer Betriebsschliessung besteht der Anspruch für die Dauer der Schliessung.
  • Die massgebliche Einschränkung ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens 30% (ab 1.April), 40% (19.12.20-31.03.21) und 55% (17.09.20-18.12.20) im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Die Betroffenen müssen die Umsatzeinbusse deklarieren und begründen, wie sie auf Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist.
  • Der Anspruch gilt ab dem Monat, wo die Person von der Ausgleichskasse als selbstständig Erwerbend anerkannt ist.
  • Die Gesuche um Erwerbsausfallentschädigung müssen bis Ende 2021 bei der zuständigen Ausgleichskasse eingereicht werden.
  • Anspruch besteht, aufgrund einer behördlich angeordneten Schliessung einer Betreuungseinrichtung (Schule, Kindergarten, Kindertagesstätte) oder bei ärztlich angeordneter Quarantäne der Betreuungsperson.
  • Anspruch infolge Quarantäne richtet sich an Personen, die nicht selber am Virus erkrankt sind, aber aufgrund von Kontakt mit einer positiv getesteten Person respektive einem Verdachtsfall in Quarantäne sind.

Vergangene Unterstützungsmassnahmen

Folgende Unterstützungsmassnahmen stehen nicht mehr zur Verfügung: COVID-19-Überbrückungskredite des Bundes, Kantonale Solidarbürgschaften, Solidarbürgschaften für Startups sowie der Härtefallfond.