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Übersicht finanzielle Unterstützung

Kurzarbeitsentschädigungen und Erwerbsausfallentschädigung

Aktuell stehen die Kurzarbeitsentschädigungen und Erwerbsausfallentschädigung im Zentrum der Unterstützungsmassnahmen für Unternehmen. Anspruchsberechtigt sind alle Angestellte und Selbständigerwerbende, deren Arbeitsausfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Der Zusammenhang kann direkt auf behördliche Massnahmen (Schliessung) zurückzuführen sein oder aufgrund von wirtschaftlichen Gründen (weniger Kunden infolge behördlicher Massnahmen oder Infizierungsängsten) erfolgen.

Kurzarbeitsentschädigungen

Informationen zur Anmeldung und Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung sind auf der Webseite des Kantons zu finden. Informative FAQs sind auf der Webseite arbeit.swiss zu finden. Die Auszahlung der Kurzarbeit verzögert sich zurzeit leicht, weil es viele Änderungen in den Bestimmungen gegeben hat und deutlich mehr Personen in Kurzarbeit sind. Vorschüsse sind mit einer Anfrage über die Arbeitslosenkasse möglich.

Die Ausnahmen bei der KAE im Vergleich zum ordentlichen Verfahren für alle Betriebe die von den Eindämmungsmassnahmen direkt oder indirekt betroffen sind lauten:

  • Aufhebung Voranmeldefrist (31.12.21)
  • Summarische Verfahren (31.12.21)
  • Bewilligungsdauer von 6 Monaten (31.12.21)
  • KAE-Anspruch für Berufsbildner/-innen (31.12.21)
  • Karenzfrist 1 Tag (31.12.21)
Der Anspruch auf KAE für Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen, Lernende und Arbeitnehmende auf Abruf mit erheblich schwankenden Arbeitspensum endete auf Ende September 2021. Der Wegfall der Ausdehnung des Anspruches auf KAE auf "alle" befristeten Arbeitsverhältnisse hat zur Folge, dass ab dem 01. Oktober 2021 nur noch Arbeitnehmende mit einem befristeten Arbeitsvertrag mit Kündigungsmöglichkeit den Anspruch auf KAE behalten, jedoch nur solange der Arbeitsvertrag nicht gekündigt wurde bzw. höchstens bis zum Zeitpunkt, ab welchem keine vorzeitige Auflösung mittels regulärer Kündigung mehr möglich ist.

Erwerbsausfallentschädigung

Informationen zur Anmeldung der Erwerbsausfallentschädigung können bei der eigenen Ausgleichskasse (Bsp. AKGHI) gefunden werden. Die Erwerbsausfallentschädigung betrifft Arbeitsausfälle von Selbständigerwerbenden, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, Personen in Quarantäne bei behördlicher Anweisung sowie Betreuung der Kinder. Informative FAQs sind in diesem Merkblatt zu finden.

  • Anspruch besteht, wenn Sie Ihre Tätigkeit auf Anordnung der Behörden einstellen mussten. Bei einer Betriebsschliessung besteht der Anspruch für die Dauer der Schliessung.
  • Die massgebliche Einschränkung ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens 30% (ab 1.April), 40% (19.12.20-31.03.21) und 55% (17.09.20-18.12.20) im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Die Betroffenen müssen die Umsatzeinbusse deklarieren und begründen, wie sie auf Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist.
  • Der Anspruch gilt ab dem Monat, wo die Person von der Ausgleichskasse als selbstständig Erwerbend anerkannt ist.
  • Die Gesuche um Erwerbsausfallentschädigung müssen bis Ende 2021 bei der zuständigen Ausgleichskasse eingereicht werden.
  • Anspruch besteht, aufgrund einer behördlich angeordneten Schliessung einer Betreuungseinrichtung (Schule, Kindergarten, Kindertagesstätte) oder bei ärztlich angeordneter Quarantäne der Betreuungsperson.
  • Anspruch infolge Quarantäne richtet sich an Personen, die nicht selber am Virus erkrankt sind, aber aufgrund von Kontakt mit einer positiv getesteten Person respektive einem Verdachtsfall in Quarantäne sind.

Vergangene Unterstützungsmassnahmen

Folgende Unterstützungsmassnahmen stehen nicht mehr zur Verfügung: Corona-Härtefallhilfen, COVID-19-Überbrückungskredite des Bundes, Kantonale Solidarbürgschaften, Solidarbürgschaften für Startups sowie der Härtefallfond.

Finanzielle Unterstützung für Treuhand-Dienstleistungen

Um Kleinbetriebe im Berggebiet finanziell zu entlasten übernimmt die Schweizer Berghilfe einen Teil der angefallenen ausserordentlichen Treuhandkosten aufgrund der coronabedingten Lage. Weitere Informationen.