KGV-GR Logo

3,4 Millionen für neue wirtschaftliche Entwicklungsimpulse

Wirtschaftsförderung Berggebiet

Im Rahmen der Neuen Regionalpolitik hat der Bund zusammen mit dem Kanton Graubünden das «Berggebietsprogramm Graubünden 2020–2023» lanciert, um die wirtschaftlichen Potenziale im Berggebiet besser zu nutzen. Dafür werden insgesamt 3,4 Millionen Franken von Bund und Kanton zur Verfügung gestellt.

Bl. Die Wirtschaft im Berggebiet ist mit verschiedenen strukturellen Nachteilen konfrontiert. Beispiele dafür sind die topografische Lage, die Erreichbarkeit und die demografische Entwicklung. Das Berggebiet verfügt jedoch auch über noch zu wenig genutzte Potenziale. Das neue Programm möchte das vorhandene Potenzial an wirtschaftlicher Entwicklung fördern.

Was ist neu zu den bisherigen Förderprogrammen?
Das Programm ergänzt die bisherige Wirtschaftsförderung des Kantons. Es können Vorhaben und Projekte gefördert werden, für welche bisher keine Mittel gesprochen wurden. So können Vorhaben mit Bezug auf ein einzelnes Unternehmen gefördert werden (einzelbetriebliche Förderung) und solche ohne direkten Exportcharakter. Im Vordergrund der Projekte muss aber indirekt die wirtschaftliche Entwicklung einer Region stehen. Ebenfalls können Vorarbeiten mitfinanziert werden und für innovative Kleinprojekte Risikobeiträge gesprochen werden.

Was kann gefördert werden?
Projekte und Vorhaben in den folgenden Bereichen werden gefördert:
1. Infrastrukturen mit regionaler Ausstrahlung
2. Inwertsetzung lokaler Vorzüge
3. Ressourcen für Vorleistungen
4. Wissensmanagement und Netzwerke
5. Risikobeiträge für innovative Kleinprojekte

Gibt es bereits konkrete Beispiele?
Es gibt noch keine Beispiele aus der Praxis, da das Programm neu ist. Infrage kommen könnten aber: – Aktionen zur Bekanntmachung des lokalen oder regionalen Gewerbes.
– Projekte im Sinne von «aus der Region für die Region».
– Vertiefte Prüfung von Ideen zur Verbesserung der lokalen Wertschöpfungsketten bzw. zur Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen, an denen mehrere Unternehmen beteiligt sind.
– Begleitung von Projekten durch Personen, welche bereits ähnliche Vorhaben umgesetzt haben («Peer-to-Peer Coaching»).

Wie hoch sind die Beiträge, die bezahlt werden?
Über das Programm können Förderbeiträge (à fonds perdu) bis zu 50 Prozent der Projektkosten gesprochen werden. Die Beitragsgrenze ist je nach Themenbereich auf 70000 Franken festgelegt oder nach oben offen.

Wie kann das lokale Gewerbe profitieren?
Es können auch Unternehmer und Unternehmerinnen aus dem Gewerbe von Beginn einer Projektidee an unterstützt werden. Wichtig ist, dass nicht nur das eigene Unternehmen vom Projekt profitieren kann, sondern die regionale Wirtschaft davon indirekt profitiert.

Wie gehe ich vor, wenn ich eine Projektidee habe?
Bereits erste Ideen zu Vorhaben und Projekten können mit den Ansprechpartnern der Regionalentwicklung in Ihrer Region besprochen werden. In einem zweiten Schritt kann das Gesuch ausgefüllt und beim Kanton eingereicht werden.

Weitere Informationen
inklusive das Eingabeformular sind auf der Webseite des Kantons zu finden. Das Dokument Kurzkonzept gibt einen vertieften Einblick in das neue Förderinstrument. www.awt.gr.ch/Berggebiet

Anlaufstelle
Falls Sie Fragen oder bereits eine konkrete Projektidee haben, wenden Sie Sich an die Regionalentwicklungsstelle Ihrer Region. www.awt.gr.ch/ Regionalmanagement  

 

Zurück