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Informationen zu Corona für Unternehmen

Der Bündner Gewerbeverband hat die wichtigsten Informationen zum Thema Corona zusammengestellt.

Härtefallhilfen

Der Kanton Graubünden bereitet neue Härtefallhilfen für das vierte Quartal des Jahres 2021 und für weitere Monate des Jahres 2022 vor. Aktuell können noch keine Gesuche eingereicht werden. Geplant sind folgende Hilfen:

Wiedereröffnung Härtefallprogramm 1 (4. Quartal 2021)

Für die Unterstützung im vierten Quartal 2021 soll das Härtefallprogramm 1 wiedereröffnet werden. Es gelten dieselben Regeln wie im letzten Jahr. Das bedeutet im Grundsatz, dass Unternehmen mit Sitz in Graubünden, die vor dem 1. Oktober 2020 gegründet wurden und zwischen 1. November 2020 und 30. Juni 2021 während mindestens 40 Tagen behördlich geschlossen waren, ein Gesuch einreichen können. Diejenigen Unternehmen, die nicht behördlich geschlossen waren, können nur ein Gesuch einreichen, wenn sie im Jahr 2020 beziehungsweise in einer 12-Monatsphase zwischen Januar 2020 und Juni 2021 einen Umsatzverlust von über 40 Prozent ausgewiesen haben. Hilfen für Umsatzverluste im vierten Quartal des Jahres 2021 werden nur ausgerichtet, sofern diese Umsatzverluste  mindestens 15 Prozent betragen.

Neuaufgleisung Härtefallprogramm 2 (2022)

Für Hilfen zugunsten von Unternehmen, die von der COVID-19-Pandemie in den ersten Monaten des Jahres 2022 besonders betroffen sind, hat der Bund neue rechtliche Grundlagen erarbeitet. Diese sind am 8. Februar 2022 in Kraft getreten. Der Kanton Graubünden ist dabei, die notwendigen Voraussetzungen und Grundlagen zur Umsetzung des neuen Härtefallprogramms 2 zu schaffen.

Kurzarbeitsentschädigungen und Erwerbsausfallentschädigung

Aktuell stehen die Kurzarbeitsentschädigungen und Erwerbsausfallentschädigung im Zentrum der Unterstützungsmassnahmen für Unternehmen. Anspruchsberechtigt sind alle Angestellte und Selbständigerwerbende, deren Arbeitsausfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Der Zusammenhang kann direkt auf behördliche Massnahmen (Schliessung) zurückzuführen sein oder aufgrund von wirtschaftlichen Gründen (weniger Kunden infolge behördlicher Massnahmen oder Infizierungsängsten) erfolgen.

Kurzarbeitsentschädigungen

Informationen zur Anmeldung und Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung sind auf der Webseite des Kantons zu finden. Informative FAQs sind auf der Webseite arbeit.swiss zu finden. Die Auszahlung der Kurzarbeit verzögert sich zurzeit leicht, weil es viele Änderungen in den Bestimmungen gegeben hat und deutlich mehr Personen in Kurzarbeit sind. Vorschüsse sind mit einer Anfrage über die Arbeitslosenkasse möglich.

Die Ausnahmen bei der KAE im Vergleich zum ordentlichen Verfahren für alle Betriebe die von den Eindämmungsmassnahmen direkt oder indirekt betroffen sind lauten:

  • Aufhebung Voranmeldefrist (31.12.22)
  • Summarische Verfahren (31.03.22)
  • Bewilligungsdauer von 6 Monaten (31.12.22)
  • Karenzfrist 1 Tag (31.03.22)
  • Höhere KAE für geringe Einkommen (31.12.22)
  • Aufhebung Karenzzeit sowie Beschränkung auf 4 Abrechnungsperioden für Arbeitsausfälle von über 85% (vom 01.01.2022 bis 31.03.2022)

Betriebe, die der 2G+-Regel unterstellt sind, können rückwirkend ab dem 20. Dezember 2021 für Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen, Lernende und Arbeitnehmende auf Abruf in unbefristeten Arbeitsverhältnissen wieder KAE beanspruchen.

Für Unternehmen, die der 2G+-Regel unterliegen, wird der Anspruch auf KAE für Arbeitnehmende auf Abruf mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag, Arbeitnehmende mit befristetem Vertrag und Lernende ab 20. Dezember 2021 bis 31. März 2022 reaktiviert. Der Anspruch auf KAE für alle anderen Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen, Lernende und Arbeitnehmende auf Abruf mit erheblich schwankenden Arbeitspensum endete auf Ende September 2021.

Erwerbsausfallentschädigung

Informationen zur Anmeldung der Erwerbsausfallentschädigung können bei der eigenen Ausgleichskasse (Bsp. AKGHI) gefunden werden. Die Erwerbsausfallentschädigung betrifft Arbeitsausfälle von Selbständigerwerbenden, Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung, Personen in Quarantäne bei behördlicher Anweisung sowie Betreuung der Kinder. Informative FAQs sind in diesem Merkblatt zu finden.

  • Anspruch besteht, wenn Sie Ihre Tätigkeit auf Anordnung der Behörden einstellen mussten. Bei einer Betriebsschliessung besteht der Anspruch für die Dauer der Schliessung.
  • Die massgebliche Einschränkung ist definiert durch einen Umsatzverlust von mindestens 30% (ab 1.April) im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Die Betroffenen müssen die Umsatzeinbusse deklarieren und begründen, wie sie auf Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist.
  • Der Anspruch gilt ab dem Monat, wo die Person von der Ausgleichskasse als selbstständig Erwerbend anerkannt ist.
  • Die Gesuche um Erwerbsausfallentschädigung müssen bis spätestens am 31. März 2023 bei der zuständigen Ausgleichskasse eingereicht werden.
  • Anspruch besteht ebenfalls aufgrund einer behördlich angeordneten Schliessung einer Betreuungseinrichtung (Schule, Kindergarten, Kindertagesstätte) oder bei ärztlich angeordneter Quarantäne der Betreuungsperson.
  • Anspruch infolge Quarantäne richtet sich an Personen, die nicht selber am Virus erkrankt sind, aber aufgrund von Kontakt mit einer positiv getesteten Person respektive einem Verdachtsfall in Quarantäne sind.

Vergangene Unterstützungsmassnahmen

Folgende Unterstützungsmassnahmen stehen nicht mehr zur Verfügung: Corona-Härtefallhilfen, COVID-19-Überbrückungskredite des Bundes, Kantonale Solidarbürgschaften, Solidarbürgschaften für Startups sowie der Härtefallfond.