KGV-GR Logo

Nein zur 99%-Initiative

Informationen zu Corona für Unternehmen

Wirtschaftlichen Unterstützungsmassnahmen:

Ferien- und Feiertagsentschädigungen bei der Kurzarbeit

Bei der Berechnung der Kurzarbeitsentschädigung im aufgrund der Corona-Pandemie eingeführten Summarverfahren werden gemäss der Praxis des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) bei im Monatslohn beschäftigten Angestellten keine Ferien und Feiertage berücksichtigt. Das Luzerner Kantonsgericht kam dagegen in einem Urteil vom Februar 2021 zum Schluss, dass die Entschädigung von Ferien und Feiertagen (rund 10%) gesetzlich vorgeschriebene Lohnbestandteile seien und entsprechend auch im derzeit geltenden Summarverfahren zu berücksichtigen sind. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und wird durch das SECO ans Bundesgericht weitergezogen. Für Betriebe, welche Kurzarbeitsentschädigung erhalten, geht es um die Frage, ob sie plus/minus 10% zu wenig Entschädigung erhalten.

Das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA) hat nach einer Aufforderung durch die Dachorganisationen der Wirtschaft Graubünden ein entsprechendes Merkblatt aufgeschaltet. Sofern Ihr Betrieb sich die diesbezüglichen Rechte wahren möchte, bedarf es des im Merkblatt beschriebenen Vorgehens. In Zusammenarbeit mit dem KIGA konnten entsprechende Mustertexte für die Wiedererwägungs- und Einsprachegesuche erarbeitet werden, welche nachfolgend zu finden sind. Mit den Wiedererwägungs- und Einsprachegesuche können Betriebe die KAE-Entschädigung erhalten und eine allfällige rückwirkende Auszahlung der Ferien und Feiertagsentschädigung bei einem Entscheid des Bundesgerichts gegen die SECO-Praxis absichern.

Mustertext für Wiedererwägungsgesuch (KAE bis Ende März)

Bereits zugestellte Abrechnungen für Kurzarbeitsentschädigungen bis Ende März 2021 können noch in Wiedererwägung gezogen werden. Nach Eingang des Gesuchs wird das entsprechende Wiedererwägungsverfahren bis zum Entscheid des Bundesgerichts sistiert.

Vorlage Wiedererwägungsgesuch

Mustertext für Einsprache gegen künftige Abrechnungen(KAE ab April)

Als Konsequenz aus diesem Verfahren erlässt die Arbeitslosenkasse Graubünden ab April 2021 alle Abrechnungen in der Form einer Verfügung mit einer Rechtsmittelbelehrung. Um Ihre Rechte ab diesem Zeitpunkt zu wahren, müsste jede Verfügung innert 30 Tagen mittels Einsprache angefochten werden. Auch diese Einspracheverfahren werden bis zum Entscheid des Bundesgerichts sistiert.

Vorlage Einsprache