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Zertifikate aus Betriebstestungen

Personen, die an den Betriebstestungen teilnehmen, können ab Dienstag, 12. Oktober 2021 ein Testzertifikat beantragen. Das Testzertifikat wird nach der Auswertung im Labor mit einem Downloadlink via SMS oder Mail zugestellt und ist 72 Stunden (ab Erfassung der Probe) gültig. Die Beantragung erfolgt bei der Erfassung einer neuen Testprobe über die bestehende Plattform easytesting.ch. Die Testzertifikate sind vorerst bis 30. November 2021 kostenlos.

Der Antragsteller bestätigt beim Antrag, dass die Probe von ihm selbst stammt und dass die Probe unter Aufsicht gemacht wurde. Die Aufsicht ist von den Betrieben sicherzustellen und zu regeln und hat mit dem Vieraugenprinzip zu erfolgen. Wie dies genau durchgeführt wird, ist den Betrieben überlassen. Beispielsweise können nur ausgewählte Mitarbeiter die Tests beaufsichtigen oder alle Mitarbeiter dürfen dies tun. Eine Videoschaltung über das Smartphone ist erlaubt. Selbstständig erwerbende Einzelpersonen, welche bei den Betriebstestungen mitmachen und daraus ein Zertifikat beantragen möchten, können die Aufsicht einer Privatperson wie dem Partner/der Partnerin übertragen. Bei Missbrauch in Bezug zur Probeabgabe wird dem Betrieb das Recht zum Beantragen von Zertifikaten entzogen.

Falls Ihr Betrieb noch nicht bei den repetitiven Tests mitmacht, können Sie sich auf der Webseite des Kantons informieren und anmelden.

Zertifikatspflicht Restaurant- und Freizeitbetriebe

Die Zertifikatspflicht gilt ab dem 13. September schweizweit für Personen ab 16 Jahren, die sich als Gäste, Teilnehmer, Kunden an folgenden Orten aufhalten und nicht Angestellte des Betriebs sind. Die Massnahmen sind aktuell bis zum 24. Januar 2022 befristet:

  • Gastronomie drinnen wie Restaurants, Bars, Discos und Tanzlokale. (Nicht Take-away, Terrassen, Betriebskantinen*)
  • Kultur- und Freizeiteinrichtungen drinnen wie Museen, Bibliotheken, Zoos, Fitnesscenter, Kletterhallen, Hallenbäder etc.
  • Veranstaltungen in Innenräumen wie Konzerte, Theater, Kino, Sportveranstaltungen, Privatanlässe wie Hochzeiten in öffentlich zugänglichen Innenräumen.

* In Anlehnung an die im vergangenen Winter in Graubünden zugelassene Praxis ist es möglich, dass auch Restaurationsbetriebe als Betriebskantinen geführt werden können. Eine Übersicht der Betriebskantinen ist online zu finden. Dies ist zulässig, sofern folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Zugang nur für Berufstätige aus den folgenden Branchen: Mitarbeitende im Landwirtschaftssektor (Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft), Handwerker, Bau- und Strassenarbeiter (Bauhaupt- und Ausbaugewerbe) sowie Berufstätige im Bereich Montageservice;
  • Es muss eine schriftliche Vereinbarung zwischen der Firma und dem Restaurationsbetrieb vorliegen;
  • Der Zugang zu den Sanitäranlagen muss gewährleistet sein;
  • Die Arbeiter/-innen von verschiedenen Firmen dürfen nicht an denselben Tischen sitzen;
  • Es müssen die üblichen Regeln eingehalten werden (Abstand, Maskenpflicht bis zum Sitzen, Sitzpflicht bei Konsumation etc.);
  • Im Innenbereich darf keine Durchmischung mit übrigen Gästen stattfinden. Die Trennung kann auch rein zeitlich gestaffelt erfolgen. Falls keine zeitliche Staffelung möglich ist, muss für den Bereich «Betriebskantine» ein eigener Raum zur Verfügung stehen.

Ausnahmen: Von dieser Bestimmung ausgenommen sind religiöse Veranstaltungen sowie Anlässe zur politischen Meinungsbildung bis maximal 50 Personen und beständige Gruppen von maximal 30 Personen, die in abgetrennten Räumlichkeiten regelmässig zusammen trainieren oder proben.

Maskenpflicht: Wo die Zertifikatspflicht gilt, entfallen alle anderen Schutzmassnahmen wie die Maskenpflicht und Abstandsregeln.

Kontrolle: Die Kontrolle des Zertifikats obliegt den Betrieben. Informationen zur Prüfung des Zertifikats sind hier zu finden: https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/68147.pdf

Informationen: Weitere Informationen zum Thema sind zu finden unter:

  • FAQ - Ausweitung Zertifikatspflicht.  
  • Anpassungen in der Verordnung.
  • Detaillierte Erläuterungen zu den einzelnen Punkten.
  • Hilfreich sind die Schutzkonzepte der einzelnen Branchenorganisationen.
  • Bei Fragen zur Umsetzung der neuen Bestimmungen wenden Sie sich an die kantonale Stelle: kfsinfo@amz.gr.ch, Tel. 081 254 16 00

Durchführung von Arbeiten in Räumen mit Zertifikatspflicht

Personen, welche den Raum, wo eine Zertifikatspflicht gilt (Veranstaltung, Restaurant etc.) für Reparaturen, Warenlieferungen etc. betreten, tun dies im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit (Arbeitsverhältnis). Sie sind zwar nicht Arbeitnehmer des Veranstalters oder des Lokals, befinden sich aber in einem Arbeitsverhältnis mit ihrem jeweiligen Arbeitgeber.

Diese Personen unterliegen, solange sie ihre Arbeit ausführen und nicht an der Veranstaltung teilnehmen oder im Restaurant konsumieren, nicht der Zertifikatspflicht. Führt etwa ein einzelner Techniker alleine Reparatur- und Unterhaltsarbeiten in einem abgeschiedenem Technikraum durch, sind weitere Massnahmen nicht angezeigt, da keine Übertragungsgefahr bestehen kann. Wird demgegenüber beispielsweise eine Reparatur an den elektrischen Anlagen im Veranstaltungsraum während laufender Veranstaltung oder im Restaurant ausgeführt, so muss der Techniker, wenn er nicht über ein Zertifikat verfügt, eine Maske tragen und die Hygienemassnahmen beachten.

Diese Bestimmung gilt laut Informationen des Kantons auch für Gesundheitseinrichtungen. Werden Arbeiten in einem Spital oder Altersheim ausgeführt, gilt die Maskentragepflicht und die Beachtung der Hygienemassnahmen.

Einsatz Zertifikat bei der Arbeit

Arbeitgeber dürfen das Vorliegen eines Zertifikats bei ihren Arbeitnehmenden neu prüfen. Dafür gelten jedoch klare Anforderungen und Vorgaben. Arbeitgeber dürfen das Vorliegen eines Zertifikats der Arbeitnehmenden nur überprüfen, wenn dies für die Festlegung von Schutzmassnahmen oder der Umsetzung eines Testkonzeptes dient. Verlangt der Arbeitgeber ein Zertifikat, so hat er ein Testangebot bereitzustellen und dafür die allfälligen Kosten zu tragen. Die Betriebstestungen im Kanton Graubünden sind weiterhin kostenlos. Die Informationen aus dem Zertifikat darf der Arbeitgeber nicht für andere Zwecke verwenden und es darf zu keiner Benachteiligung unter den Arbeitnehmenden kommen. Der Arbeitgeber hat das Schutz- und Testkonzept mit Covid-Zertifikat schriftlich zu dokumentieren und muss vorgängig die Arbeitnehmenden konsultieren. Die detaillierten Informationen zum Einsatz der Zertifikats am Arbeitsplatz sind hier zu finden (S. 6, Art. 25).